U15-Juniorinnen: Tapferer Kampf zu unchristlicher Zeit
- 17. Juni
- 2 Min. Lesezeit
"Anstoß um 9:00 Uhr morgens – wer lässt sich bitteschön so etwas einfallen? Gefühlt noch vor dem Aufstehen mussten unsere U15-Mädels am Wochenende auswärts beim MTV München antreten", sagte Trainerin Sylvia Berger.
Trotz der extrem frühen Stunde zeigte sich Phönix in den ersten 25 Minuten hellwach und glänzte mit einer starken und hochkonzentrierten Abwehrleistung. Der Gegner biss sich zunächst am Schleißheimer Abwehrbollwerk die Zähne aus. Dann jedoch setzte die starke Nummer 7 des MTV zu einem Solo an, setzte sich gegen drei unserer Spielerinnen durch und markierte das bittere 1:0.
Die Antwort von Phönix ließ nicht lange auf sich warten: Emilia hatte kurz darauf die Riesenchance zum Ausgleich auf dem Fuß, doch ihr Schuss verfehlte das Gehäuse nur um Haaresbreite. Wie es im Fußball dann oft so ist, bestrafte der Gegner eine kurze Unaufmerksamkeit kurz vor dem Halbzeitpfiff eiskalt mit dem 2:0-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel machte sich die ungeliebte Anstoßzeit dann leider doch bemerkbar. Die Mädels wirkten in den ersten Minuten der zweiten Hälfte im Tiefschlaf und kassierten prompt zwei völlig unnötige Gegentore zum 4:0.
Doch Aufgeben war keine Option! Phönix steckte nicht auf, wurde deutlich mutiger und belohnte sich schließlich selbst: Lina erzielte ihr allererstes Tor im Trikot des FC Phönix Schleißheim! Der Jubel bei den Mädels und den mitgereisten Fans war riesengroß – und dieser Treffer gab dem Team sichtlich einen Ruck.
In den folgenden 20 Minuten warf Schleißheim noch einmal alles nach vorne, um den Anschluss zu erzielen. Die beste Gelegenheit dazu hatte erneut Emilia, deren gefährlicher Freistoß nur knapp am Tor vorbeistrich. Weitere zwingende Großchancen sprangen gegen die kompakt stehende MTV-Defensive aber leider nicht mehr heraus.
Gegen Ende des Spiels forderte jedoch das hohe Tempo und das herbeigesehnte Aufbäumen seinen Tribut. Das altbekannte Konditionsproblem schlich sich ein, wodurch die Konzentration nachließ. Der MTV München nutzte die schwindenden Kräfte eiskalt aus und schraubte das Ergebnis in den Schlussminuten durch drei weitere Treffer auf 7:1 in die Höhe.
"Am Ende steht eine viel zu hohe Niederlage auf der Anzeigetafel, die den tatsächlichen Spielverlauf und den Einsatz unserer Mädels nicht ganz fair widerspiegelt. Das Positive steht aber im Vordergrund: Spielerisch ist von Woche zu Woche eine deutliche Steigerung zu sehen! Die Entwicklung stimmt, das Team wächst zusammen – und die ersten drei Punkte in der neuen Saison sind definitiv nur noch eine Frage der Zeit", so das Fazit von Sylvia.



















