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Damen - Erfolg im Spitzenspiel erst spät klar gemacht

20.04.2018

SC Baldham-Vaterstetten I - SG ESV Freimann/Phönix Schleißheim 1:3 (1:0)

 

Nach einer schwachen ersten Hälfte gegen den wohl stärksten Gegner in der Liga gelang es uns in der Schlußphase, das Spiel komplett zu drehen. Ja, ein wenig Glück war auch dabei, zugegeben, aber der Hauptgrund war, daß wir nicht aufgesteckt und bis zum Schlußpfiff weiter gekämpft haben...

 

Das auf Wunsch der Gegner verlegte erste Punktspiel der Rückrunde fand im Stadion in Vaterstetten statt. Bei einem Sieg hätten uns die Gegner kurzfristig vom ersten Platz verdrängen können, entsprechend hoch war ihre Motivation. Wir erwarteten von Anfang an ein sehr schweres Spiel gegen den vermutlich schwersten Gegner der Rückrunde - zwar hatten wir das Hinspiel mit 3:0 für uns entscheiden können, bei der Partie im Herbst war aber Baldham über weite Strecken die bessere Mannschaft gewesen, und wir hatten unseren Sieg auch einigem Glück zu verdanken.

 

Das Spiel begann mit ein paar Minuten Verspätung, weil der Schiedsrichter alle Betreuer und Trainer, die nicht explizit auf dem Spielbericht standen, auf die Tribüne verwies - ein Verhalten, daß ich in 20 Jahren Praxis in diesen Ligen noch niemals erlebt hatte, auch ein Aufenthalt in der Coachingzone wurde uns verwehrt (!!!) 

Wir begannen in folgender Aufstellung: Alex ( trotz immer noch verletztem Finger) im Tor, Folke - Maddie - Barbara (Abwehr), Simone (Neuzugang bei Phönix, herzlich willkommen !) - Meli - Sophie - Lisa S. und Agnes ( Mittelfeld), Kira und Nico im Sturm. Auf der Bank saßen zu Beginn Tanja, Rita (Rückkehrerin beim ESV nach langer Abwesenheit - welcome back!) und Lisa B.

 

Wie erwartet, begannen die Gegnerinnen drangvoll und sehr, sehr aktiv, was unseren Mädels fast die gesamte erste Hälfte lang ziemlich den Schneid abkaufte. Wir waren bei Zweikämpfen meistens der zweite Sieger, konnten Bälle nicht über mehr als 2-3 Stationen behaupten und ließen uns zeitweise förmlich in der eigenen Hälfte einschnüren. Bei eigenen Angriffen (der erste in der 5. Minute) gelingt es uns nur selten, in aussichtsreiche Schußposition zu kommen. Aufbauspiel ist schwierig, weil die Gegnerinnen aggressives Forechecking betrieben - damit war aber bei der Ausgangslage zu rechnen gewesen. Erst nach etwa 25 Minuten gelingt es uns wenigstens zeitweise, dem Gegner im Mittelfeld Paroli zu bieten. Erste wirklich gefährliche Szene in der 26. Minute - wir bringen den Ball einige Zeit nicht aus der Gefahrenzone, dann beim befreienden Gegenschlag werden wir kurz vor dem Strafraum gestoppt. Erster Wechsel: Lisa B. für die noch nicht ganz fitte Simone. Kurz danach kommen noch Rita für Agnes und Tanja für Sophie. Die letzten Minuten vor dem Pausenpfiff haben es dann in sich: 40.: Baldhamer Freistoß kurz vor unserer Strafraumgrenze geht knapp am Tor vorbei, 43.: Eckball Meli auch knapp am Tor vorbei, 44.: Barbara rettet in höchster Not zur Ecke, den Eckball kann Alex halten, und 45.: eine mißglückte Abwehr wird von einer heranstürmenden Gegnerin abgefangen und mit einem mächtigen Schuß direkt verwandelt. 1:0 für den Gastgeber zur Halbzeit.

 

In der Pause herrscht naturgemäß ziemlicher Frust bei allen, und Franz redet sich seinen ziemlich deutlich von der Seele. Alle wollen in der 2. Halbzeit ein anderes Verhalten an den Tag legen und das Spiel noch drehen. Zwar beginnt die 2. Hälfte wieder mit einem Baldhamer Sturmlauf auf unser Tor, vorangetrieben von den pausenlosen lautstarken Anweisungen ihres Trainers, doch diesmal brauchen wir nur etwa 3 Minuten, um uns wieder zu fangen. Simone kommt jetzt für Rita zurück auf's Feld. Ab jetzt sehen wir auf beiden Seiten viele Torszenen, wobei jedoch die der Gegner zunächst vielversprechender aussehen. Um die 60. Minute herum muß Alex mehrere brenzlige Situationen bereinigen.

65.: Superpaß von Meli auf Lisa B., die auf dem Flügel vorgeht, ihr Torschuß wird aber gehalten. Ab jetzt gelingt es uns öfter als zuvor, in den gegnerischen Strafraum einzudringen.

76.: Eckball, Ball wird vom Gegner abgewehrt. 80.: von Meli getretene Ecke , doch im Strafraum kann niemand den Ball unter Kontrolle bringen. Sophie kommt jetzt ( für Simone ) zurück aufs Spielfeld.

Während wir schon beginnen, die Niederlage zu akzeptieren oder zumindest auf einen Punkt zu hoffen, drehen die letzten 8 Spielminuten die ganze Partie: 84.: Ecke Meli, Baldham bringt den Ball nicht weg, Getümmel im Strafraum - laut Schiedsrichterprotokoll schlägt eine Baldhamer Spielerin den Ball ins eigene Tor. Die Gegner, die sich um den schon fest erwarteten Sieg "betrogen" fühlen, beginnen eine kompromisslose Offensive, was uns natürlich mehr Platz im Angriff gibt. 85.: Weitschuß von Meli aus dem Mittelfeld, die "Bogenlampe" senkt sich knapp unter der Latte ins Tor, wir führen !

Baldham versucht weiterhin, wenigstens ein Remis zu retten, bei einem Freistoß direkt an unserer Strafraumgrenze zielt die Schützin aber am Pfosten vorbei. 90 Minuten sind vorbei, aber der Schiedsrichter pfeift das Spiel nicht ab. 91.: Nico gelingt nach einem Sturmlauf der dritte Treffer, in der 93. pfeift ein gegnerischer Freistoß über die Latte, und in der 95. ist endlich Schluß. Große Freude und Erleichterung bei Mannschaft und Betreuerteam.

 

 

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